2. Februar 2026

Luxus oder das Bergangaffen

Wenn ich so da stehe und den Berg anschaue, wird mir leicht schwindlig vor lauter Glück. Mein Lieblingsberg ist gross und dunkel. Der dunkelste von den dreien, die zusammengehören. Er scheint immer schon da gewesen zu sein und es scheint, als würde er die Menschheit überleben. Er ist erhaben, in sich ruhend und gewaltig. 

Meine Ski tragen mich, ich fahre immer wieder am Berg vorbei. Manchmal vergesse ich beinahe, auf die Piste zu achten. So sehr gaffe ich meinen Lieblingsberg an.

Dabei wird mir bewusst, was für ein Glück ich habe und dass dieses Bergangaffen purer Luxus ist. Sich bei Bier und Chässchnitte in die Sonne zu setzen, Berg anstarren und das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen. Sich nicht fragen zu müssen, ob genug Geld für die Miete und die Krankenkasse vorhanden ist. Es sich leisten zu können, eine Tageskarte für die schönste Skiregion der Schweiz (vielleicht sogar der Welt?!) zu kaufen, sich in den Zug zu setzen und loszufahren.

Beim Bergangaffen werde ich beinahe demütig. Mir wird bewusst, um was es in meinem Leben gehen sollte: im Moment leben, den Moment geniessen. Dankbar sein. Spass haben. Und immer wieder "meinen" Berg angaffen.


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